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Meldung
19.11.2019

Studie sieht Betriebliches Gesundheitsmanagement unter KMUs noch vor einigen Hürden

Die Autoren Prof. Dr. Thomas Olbrecht (Professur für Wirtschaftspsychologie und Gesundheitsmanagement an der FOM Hochschule für Oekonomie & Management) und Holger Krebs wollen mit ihrer aktuellen Studie aufzeigen, wie sich die Aktivitäten rund um das Betriebliche Gesundheitsmanagement bei kleinen und mittelständischen Unternehmen aktuell darstellt.

Im Kern wird analysiert, welche Möglichkeiten und Potenziale die Unternehmen mit einem Gesundheitsmanagement verbinden. Gleichzeitig sollen Hemmnisfaktoren aufgezeigt werden, die aus Sicht der Unternehmen gegen die Einführung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagement sprechen. Insgesamt haben sich 170 Unternehmen an der Befragung im Frühjahr 2019 beteiligt bzw. den Fragebogen vollständig ausgefüllt.

Das sind die wichtigsten Ergebnisse auf einen Blick:

  • Knapp die Hälfte der teilnehmenden Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern ein Betriebliches Gesundheitsmanagement. Dagegen sind bei 26 Prozent der Unternehmen keine Aktivitäten geplant.
  • Der Erhalt der Leistungsfähigkeit, Investition in die Zukunft und die Optimierung des sozialen Umfeldes (Identifikation, Bindung) sind wesentliche Gründe bei der Einführung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements. Hohe Fehlzeiten sowie eine hohe Fluktuation spielen dagegen kaum eine Rolle.
  • Fehlendes Budget ist kein Faktor sich gegen die Einführung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements zu entscheiden. Vielmehr ist es die nicht vorhandene Zeit (neben dem Alltagsgeschäft) als auch die nicht gesehene Notwendigkeit, die gegen eine Einführung sprechen.
  • Die Ursachen für eine mangelnde Leistungsfähigkeit und krankheitsbedingte Fehltage werden in erster Linie bei den Beschäftigten gesehen. Zum Beispiel in deren Verhalten, was die eigene Gesundheitsvorsorge betrifft sowie in deren veränderten Einstellungen zu Beruf, Arbeitsleistung und Karriere. Eine zu hohe Arbeitsbelastung wird nur als nachgeordneter Grund genannt.
  • Eine Analyse von psychischen Belastungen findet bei knapp der Hälfte der befragten Unternehmen nicht statt.
  • Die Möglichkeiten der Steuerbefreiung von Angeboten zum gesundheitsförderlichen Verhalten sind für die befragten Unternehmen mehrheitlich unbekannt.

 

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